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Forum Verwaltungs- und Polizeiwissenschaft der DHPol

Das Forum für Verwaltungs- und Polizeiwissenschaft ist gegründet worden, um die schwierige Balance zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen Theorie und Anwendung herzustellen sowie institutionell anzubinden.

Die in Deutschland geführte Diskussion um Polizeiwissenschaft und ihre Grundlegung als eigenständige Wissenschaftsdisziplin ist seit mehr als zehn Jahren kontrovers und bis zum heutigen Tag nicht entschieden. Einen neuen Impuls für den Diskurs stellt die Einbindung der Polizeiwissenschaft in die Verwaltungswissenschaft dar. Die Polizeien des Bundes und der Länder begründen einen zentralen Teil von Staatlichkeit und stellen einen der personalintensivsten Bereiche der öffentlichen Verwaltung dar. Ausgehend vom Konzept des staatlichen Gewaltmonopols verfügt die Polizei als Teil der öffentlichen Verwaltung über die Möglichkeit, umfassend in die Rechte der Bürgerinnen und Bürger einzugreifen. Folglich unterliegt ihr Handeln besonderen Wirk-, aber auch Kontrollmechanismen sowie Legitimitätsfragen. Diese aus verschiedenen Perspektiven, insbesondere auch im Hinblick auf gesellschaftliche Wechselwirkungen, zu analysieren und zu hinterfragen, ist eines der wesentlichen Anliegen der Polizeiwissenschaft als Spezialgebiet der Verwaltungswissenschaften. Im Zentrum der Polizeiwissenschaft steht dabei die Beschäftigung mit den Fragen, wie Polizei gesellschaftliches Handeln beeinflusst, und wie dieses wiederum auf polizeiliches Handeln und die Schnittstellen der öffentlichen Sicherheitsverwaltung einwirkt. Damit steht ebenso die Steuerung bzw. Governance der öffentlichen Sicherheitsverwaltung im Fokus des Forschungsinteresses.

Das inhaltliche Profil der DHPol liegt im Schwerpunkt auf der öffentlichen Sicherheitsverwaltung. Sie generiert mittels Forschung zur Polizei wissenschaftliche Erkenntnisse mit Praxisbezug. Darüber hinaus betrachtet sie weitere Akteure sowie Prozesse und Inhalte im Kontext der öffentlichen Sicherheitsverwaltung.

Die drei Departments wiederum bündeln themenzentriert 16 Fachgebiete, welche die einzelnen Schwerpunkte aus der Perspektive verschiedener Disziplinen vertiefen. In den Fachgebieten erfolgt die Bearbeitung polizeiwissenschaftlicher Themen in den Bereichen Lehre, Fortbildung und Forschung.

Innerhalb dieser Arbeitszusammenhänge werden polizeiwissenschaftliche Grundlagen, Ansätze sowie Fragestellungen initiiert, diskutiert und transferiert. Sie bilden damit die tragenden Säulen für das Dach der Verwaltungs- und Polizeiwissenschaft, wie sie an der DHPol entwickelt wird.

Der integrative Ansatz einer Verwaltungs- und Polizeiwissenschaft entspricht in diesem Sinne einem Entwicklungsmodell, das auf Zusammenarbeit in einem mehrstufigen Prozess angelegt ist. Ausgehend von einer lose gekoppelten multidisziplinären Zusammenarbeit von beteiligten Fachdisziplinen befindet sie sich aktuell in einer Phase einer sich verdichtenden interdisziplinären Zusammenarbeit, in der gemeinsame integrative Standards für Forschung, Lehre und Fortbildung entwickelt werden.

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