01.10.2025
Globale Krisen, eine sich rasant entwickelnde digitale Medienlandschaft, der Einfluss sozialer Netzwerke und ein schwindendes Vertrauen in staatliche Institutionen erfordern eine moderne, professionelle und bürgernahe polizeiliche Öffentlichkeitsarbeit. Diese ist nicht nur Sprachrohr der Exekutive, sondern auch ein wesentliches Instrument zur Unterstützung polizeilicher Maßnahmen und kann das Vertrauen zwischen Polizei und Bevölkerung fördern.
Vor diesem Hintergrund wurde die deutschlandweite Berufsfeldstudie "Profession Kommunikation in der Polizei" nun zum dritten Mal durchgeführt. Sie bietet einen tiefgehenden Einblick in die Entwicklung und aktuellen Herausforderungen des Berufsfeldes und gibt Entscheidungsträgerinnen und -trägern aus Polizei und Politik sowie Fachkräften der polizeilichen Öffentlichkeitsarbeit praxisnahe Handlungsempfehlungen. Ziel ist es, die Effektivität, Transparenz und Glaubwürdigkeit polizeilicher Kommunikation weiter zu stärken.
Zentrale Ergebnisse und Empfehlungen
Die Studie zeigt, dass polizeiliche Kommunikation in den letzten Jahren erheblich professioneller und digitaler geworden ist. "Bei Krisenkommunikation, im Umgang mit Künstlicher Intelligenz sowie bei der Aus- und Fortbildung von Kommunikationsfachkräften sehen wir allerdings noch Handlungsbedarf", betont Prof. Dr. Stefan Jarolimek, Leiter der Studie, vom Fachgebiet Kommunikationswissenschaft (Öffnet in einem neuen Tab) der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol). Nur durch eine nachhaltige Weiterentwicklung dieser Kompetenzen könne das Vertrauen der Öffentlichkeit langfristig gesichert werden. An der Studie beteiligt waren außerdem Dr. Anne Melzer (Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern) und Kerrin Marpe (DHPol).