01.10.2026
Die Kriminologin und Soziologin bringt langjährige Erfahrung in Forschung und Lehre mit. An der DHPol möchte sie insbesondere die Verbindung von kriminologischer Forschung, polizeilicher Praxis und gesellschaftlichem Dialog stärken.
Vor ihrem Start in Münster-Hiltrup war Gina Rosa Wollinger seit 2018 Professorin für Kriminologie und Soziologie an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen. Zuvor forschte sie mehrere Jahre am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen, wo sie zuletzt die Forschungseinheit "Delikte und Deliktfolgen" leitete.
Wollinger promovierte an der Universität Leipzig zum Thema "Viktimisierungserfahrung eines Wohnungseinbruchdiebstahls".
Forschung mit Wirkung für die polizeiliche Praxis
An der DHPol möchte Gina Rosa Wollinger die Kriminologie als zentrale wissenschaftliche Partnerin der Polizei weiter stärken. Im Fokus stehen dabei drittmittelfinanzierte Forschung zu polizeilich relevanten Zukunftsfragen, eine forschungs- und praxisorientierte Lehre sowie der länderübergreifende Austausch über erfolgreiche Ansätze der Kriminalprävention.
„Ich möchte die Kriminologie dort verankern, wo sie Wirkung entfalten kann: an der Schnittstelle von Wissenschaft, Polizei und Gesellschaft. Mein Ziel ist es, Forschung in die Praxis zu bringen, Führung evidenzbasiert zu stärken und erfolgreiche Prävention wissenschaftlich sichtbar und übertragbar zu machen“, beschreibt die Professorin ihren Anspruch an die neue Aufgabe.
Für diese Verbindung bringt sie ein breites Netzwerk mit: Unter anderem ist sie Mitglied der Kriminologischen Gesellschaft und im Netzwerk „Kriminologie in NRW“, gehört dem Wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Präventionstags und dem Forschungsbeirat des Bundeskriminalamts an und ist als wissenschaftliche Beraterin für den WEISSEN RING sowie den Mediendienst Integration tätig.
Kriminologie verständlich erklären
Wissenschaftskommunikation ist der Forscherin eine Herzensangelegenheit. Kriminologische Erkenntnisse sollen nicht nur innerhalb der Wissenschaft diskutiert werden, sondern auch Polizei und Öffentlichkeit erreichen und zu einer evidenzbasierten und sachlichen Debatte über Sicherheit und Kriminalität beitragen. Diesen Ansatz verfolgt sie seit mehr als drei Jahren unter anderem mit ihrem Podcast "True Criminology" (Öffnet in einem neuen Tab), in dem sie gemeinsam mit PD Dr. Nicole Bögelein von der Universität zu Köln kriminologische Themen und Forschung verständlich vermittelt. Gemeinsam veröffentlichten sie im März 2026 das populärwissenschaftliche Buch "True Criminology. Mythen, Fakten, Hintergründe".