„Schild und Schwert der Partei“ – so verstand sich das Ministerium für Staatssicherheit selbst. Die Stasi steht bis heute wie kaum eine andere Institution für Überwachung, politische Verfolgung und Repression in der DDR. Doch was für eine Sicherheitsbehörde war sie eigentlich? Nachrichtendienst, Geheimpolizei, Strafverfolgungsbehörde – oder alles zugleich?
Ein Blick auf ihre Geschichte führt überraschenderweise zunächst zur Kriminalpolizei und zeigt, wie eng nachrichtendienstliche Informationsgewinnung und polizeiliche Befugnisse im Sicherheitsapparat der DDR miteinander verbunden waren.
Wir fragen deswegen:
- Wie entwickelte sich aus Strukturen der Kriminalpolizei das spätere Ministerium für Staatssicherheit?
- In welchem Verhältnis standen Stasi und Volkspolizei zueinander?
- Und warum werden Polizei und Nachrichtendienste in der Bundesrepublik heute grundsätzlich voneinander getrennt?
Klar wird: Die Geschichte der Stasi erzählt nicht nur von Überwachung und Repression. Sie zeigt auch, welche Macht entstehen kann, wenn geheime Informationsgewinnung und polizeiliche Eingriffsbefugnisse in einer Institution zusammenkommen – und wirft damit die Frage auf, wie staatliche Sicherheitsmacht organisiert und begrenzt werden sollte.