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Fragen an die Polizeigeschichte

5 – „Nie mehr bei der Polizei beschweren“?

Fragen an die Polizeigeschichte, hrsg. v. Gundula Gahlen, Doris Kock und Pauline van Moll, Jg. 1 (2026), Podcast 5: „Nie mehr bei der Polizei beschweren“, 15 Minuten

Im März 1933 sucht der jüdische Rechtsanwalt Dr. Michael Siegel das Münchener Polizeipräsidium auf, um sich im Namen seines ebenfalls jüdischen Mandanten zu beschweren und seine Entlassung aus der Schutzhaft zu erwirken – und wird stattdessen von Polizeibeamten misshandelt und öffentlich gedemütigt.

Die Folge nimmt das berühmte Foto seines „Prangermarschs“ zum Ausgangspunkt und fragt:

  • Was erzählt uns diese Szene über die Gesellschaft in einer Zeit radikaler politischer Umbrüche?
  • Wie ist es möglich, dass eine solche Gewalt öffentlich stattfindet?
  • Und was zeigt der Fall über die Rolle der Polizei zu Beginn des Nationalsozialismus?

Klar wird: Der Fall Siegel macht sichtbar, wie schnell sich die Grenzen dessen verschieben können, was in einer Gesellschaft als legitim und rechtens gilt – und welchen Einfluss die Polizei darauf haben kann.

Diese Podcastfolge basiert auf den Ergebnissen von Charly Langbeins Hausarbeit ""Ich werde mich nie mehr bei der Polizei beschweren". Der Fall Dr. Michael Siegel als Spiegel des Umbaus von Staat, Polizei und Gesellschaft im Frühjahr 1933“, die er 2025 im Fach Polizeigeschichte im Masterstudiengang "Öffentliche Verwaltung - Polizeimanagement" an der DHPol verfasste.

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